Podcast-Episode 1: Warum Sie ein Recht auf Erfolg haben

Heute starten wir mit einem 24-teiligen Podcast zum Thema: "Schattensprünge – 24 Impulse, damit Sie über sich hinauswachsen." Diese Podcasts entstanden aus einer Webinarreihe und sind nun auf vielfachen Wunsch als Podcast für unterwegs zum Nachhören für Sie zusammengestellt. Eine neue Folge wird alle 14 Tage erscheinen. Die Länge der Podcasts wird durchschnittlich 14 Minuten sein.

Hier ist der erste Podcast:

Sie hören Ideen, wie sich Erfolg definiert und ob Erfolg ohne Glück überhaupt möglich ist. Des Weiteren stellt sich die Frage, was die wichtigsten Zutaten für Ihren persönlichen Erfolg sind. Sie erhalten Tipps und Anregungen, was Sie persönlich für Ihren Erfolg tun können. Sie erhalten eine Antwort darauf, warum Mozart ein außergewöhnlicher Musiker war und welche Bedeutung die Monate Januar bis Juli für Weltfußballer haben?


Erfolgsaufgaben

Bonus: Damit diese Podcasts eine nachhaltige Wirkung auf Sie als Zuhörer haben, sind sie mit einer 3-teiligen Erfolgsaufgabe ausgestattet. Das bedeutet für Sie, nachdem Sie sich dem Podcast angehört haben, hilft Ihnen die Erfolgsaufgabe, sich nachhaltig mit dem jeweiligen Thema zu beschäftigen.


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Der Podcast "Schattensprünge – 24 Impulse, damit Sie über sich hinauswachsen" ist jetzt auch bei iTunes erhältlich.


Sie lesen lieber? Hier ist der Podcast zum nachlesen ...

Transkript vom Podcast:

Herzlich willkommen! Ich freue mich, dass ihr alle wieder da seid und natürlich auch über alle, die neu da sind. Ich freue mich sehr. 

„Mut zum persönlichen Erfolg.“ Das ist der offizielle Titel. Es gab einen Arbeitstitel, ich habe lange mit dem Titel gearbeitet: „Was Sie von Spitzenverkäufern lernen können.“ Keine Panik, das wird kein Verkaufstraining. Aber warum habe ich den Arbeitstitel so lange gehabt? Weil ich denke, dass Spitzenverkäufer eine Reihe von Methoden haben, eine Reihe von Techniken haben, die sie eben zu ihren Spitzenergebnissen bringen und ich habe mir mal überlegt: Was können wir denn da für das normale Leben herausnehmen, was können wir tun, wo können wir partizipieren, wo können wir modellieren? Vielleicht nicht kopieren, aber eben uns ein Beispiel daran nehmen und da habe ich mir einige Dinge herausgenommen und diese werdet ihr im Laufe der nächsten 24 Webinare bekommen. 
Es wird wieder Erfolgsaufgaben geben. Erfolgsaufgaben ist ein wunderschöner Begriff, den Doris und Ulrike Stahl geprägt haben, den ich immer gerne übernehme, das heißt, eine Erfolgsaufgabe ist immer eine Aufgabe, die wir am Ende des Webinars geben, die ihr dann bis zum nächsten Tag oder vielleicht auch in den nächsten Tagen, nächsten Wochen erledigt, es kommt ein bisschen auf die Aufgabe an. 

Wenn das soweit in Ordnung ist, dann gehen wir zu unserem Thema über. Was ist Erfolg? Aus meiner Sicht ist Erfolg etwas, was ich nicht für euch bestimmen kann. Das muss jeder von euch selbst wissen und für sich feststellen. Für den einen ist Erfolg einfach Spitzenleistungen zu erreichen, viel Geld zu verdienen, weit oben in irgendeiner Check-Liste zu stehen, an der Spitze der Hitparaden, ob es im Verkäuferbereich ist, ob es im Entwicklungsbereich ist, ob das als Erfinder ist, ob das in der Musik ist... Das entscheidet jeder von euch selbst. Für einen anderen ist Erfolg alles, was mit Menschen zu tun hat, was mit der Familie zu tun hat, was mit Freunden zu tun hat, was vielleicht mit dem Retten von Menschen zu tun hat, was mit dem Retten der Erde zu tun hat, also was mit unserer Erde zu tun hat. Jeder von euch entscheidet, was für ihn Erfolg ist. 

Was ist für Sie Erfolg? Ich habe einmal nachgeschaut, was Google dazu sagt. Wenn man einfach den Satz eingibt: „Was ist Erfolg für Sie?“ und auf Bilder klickt, dann kommen ein paar ganz interessante Bilder. Ich fand das sehr spannend, weil es sehr gemischt ist. Zum einen ist hier ein sportlicher Erfolg, man wandert auf den Gipfeln der Berge, zum anderen die Treppe, die natürlich wieder für den ersten Platz steht. Dann sieht man einen Mann, der all seine Autos zeigt, die draußen ausgestellt sind. Das finde ich total faszinierend. Oder auch wieder die Leichtigkeit, frei zu sein und unabhängig zu sein – ganz unterschiedliche Bilder. 

Wir wünschen den Menschen immer Erfolg. Wenn jemand Geburtstag hat, gibt es kaum eine Karte, auf der nicht steht: „Ich wünsche dir viel Erfolg“, wofür auch immer, und sie entscheiden, was ihr Erfolg ist. 

Aber was brauchen wir, um wirklich erfolgreich zu sein, was auch immer das ist. Also auch Mutter Teresa war extrem erfolgreich, in einem Bereich, an den viele, die das Thema Erfolg vor sich haben, gar nicht denken. Aber wenn dieser Erfolg kommen soll, was brauchen Sie dann? Dazu heute auch unsere Umfrage. Was brauchen Sie wirklich, was denken Sie, was Sie wirklich brauchen? Glück? Talent? Beides? Oder etwas ganz anderes? Also Sonstiges. Starten wir also unsere Umfrage. 

Was braucht ihr: Glück, Talent, Beides, Sonstiges? 
Wir sind jetzt bei 63 %. Dann schauen wir doch mal, was noch so kommt, was man noch so braucht. Man braucht Freude. Man braucht einen wirklichen Willen dazu, viel Willenskraft kommt hier. Ursula sagt: ganz viel Willenskraft. Und die richtige Einstellung soll das wahrscheinlich heißen. Also wir sehen schon, die meisten von euch, knapp 60 %, glauben, dass wir beides brauchen, Talent kommt noch mit 11 %. 

Jetzt schauen wir mal, was die Erfahrung zeigt. Gehen wir ein Stückchen weiter. Schauen wir uns einmal an, wie es wäre, wenn wir tatsächlich viel Glück brauchen würden, und zwar anhand von Eishockeyspielern: Es wurde festgestellt, dass die erfolgreichsten Eishockeyspieler in einer ganz bestimmten Zeit des Jahres geboren sind. Was denkt ihr in welcher Zeit? Jeder  überlegt kurz für sich: Was könnte das für eine Zeit sein, in der die erfolgreichsten Eishockeyspieler der Welt geboren sind? Gemessen wurde das an der kanadischen Mannschaft. Ihr wisst, dass  Eishockey der Nationalsport Kanadas ist und hier sind 40 % der Spieler in den Monaten Januar bis März geboren und 30 % von April bis Juni, das heißt praktisch Dreiviertel aller erfolgreichen kanadischen Eishockeyspielern wurden in diesen Monaten geboren. Diejenigen, die jetzt sagen, das liegt am Sternzeichen, haben bestimmt jetzt schon ausgerechnet, welche Sternzeichen in der Zeit wohl in Frage kommen. Manche werden sagen, das hat vielleicht mit dem Mondkalender zu tun oder mit der Jahreszeit, das passt ganz gut mit der Winterzeit. Das ist auch eine Überlegung wert. Denjenigen, die sagen, das ist ja gar nicht so nett, weil dann haben die Eishockeyspieler, die von Juli bis Dezember geboren sind, relativ wenig Chancen, denen gebe ich recht. Das ist eine Tatsache. Es gibt ein, zwei Spieler, die in diesen Monaten geboren sind, also ganz wenige.  Woran liegt das? Das hat einen einzigen Grund: Der Stichtag für die Auswahl der Eishockeyspieler ist der erste Januar. Ausgewählt wird in der Altersgruppe von 10 bis 13 Jahren. 
Gehen wir ein Stückchen weiter und kommen auf die Eishockeyspieler gleich noch einmal zurück. Und zwar zum Fußball. Die Fußballspieler, die wirklich erfolgreich sind, sind genauso überwiegend in den Monaten Januar bis Juli geboren. In der Fußballnationalmannschaft der Tschechei zum Beispiel gibt es einen Spieler, der im August oder September geboren ist. In den Monaten Juli, Oktober, November und Dezember geboren sind null Spieler. Alle anderen Spieler sind wieder in den Monaten Januar bis Juni geboren. Auch hier gilt wieder der Stichtag erster Januar. Warum ist das so? Wenn der Stichtag der erste Januar ist und diese Auswahlkapitäne von einer Heimmannschaft zur nächsten laufen und die Spieler anschauen, dann haben sie immer das Gefühl, der Spieler ist aber toll, der ist ja viel besser, als die anderen und wählen die aus. Die Ursache dafür ist, dass junge Menschen, in dem Alter in dem sie für Fußball, Eishockey oder für manch andere Sportart ausgewählt werden, körperlich stärker sein sollten und das ist man, wenn man im Januar geboren ist und in diesem Monat auch der Stichtag ist. Wer jetzt im November oder im Dezember oder im Oktober geboren ist, dem fehlen letztlich einfach neun Monate Entwicklung. Neun Monate Entwicklung ist sehr viel Zeit, gerade in diesem Alter, bei so jungen Menschen. Im Alter von 13 bis 14 Jahren fällt das gar nicht mehr so stark auf, aber in dem Alter von 10 bis 13 Jahren, wo Jugendliche ausgewählt werden, fällt es eben enorm auf. Jetzt ist so jemand körperlich stärker, wirkt dadurch besser in seiner Sportart und kommt dann natürlich in eine Auswahlmannschaft und das ist sehr faszinierend, weil in dieser Auswahlmannschaft spielt der 50 bis 75 Spiele mehr als eben alle, die dort nicht hineingekommen sind. Er hat sehr viel mehr Training und ist dadurch am Ende mit dreizehn bis vierzehn tatsächlich besser als gleichaltrige, die diese gesamte Förderung nicht bekommen haben. 
Was sagt uns das? Glück ist wirklich wichtig. Denn es ist ja reines Glück, wann ich geboren bin. Es hat ja überhaupt nichts mit einer gewissen Steuerung zu tun, dass man später sagt, ich muss das jetzt so machen, dass mein Sohn da geboren ist, damit er dann hinterher ein guter Eishockeyspieler wird. Nein, es ist tatsächlich Glück, dass der Stichtag eben so liegt und ich rechtzeitig zu dieser Zeit geboren bin. Also brauchen wir auf alle Fälle schon mal Glück. Napoleon hat das einmal sehr schön ausgedrückt. Er erwartete von seinen Offizieren die Fähigkeit, Krieg führen zu können, aber gleichzeitig natürlich auch immer ein Stückchen Fortune, meinte er, denn ohne Fortune hätten sie keine Chance zu gewinnen. 

Gehen wir ein Stückchen weiter zu einem anderen Bereich und zwar zu dem Bereich Musik. Was sagt uns die Musik zum Thema Glück und Talent, das wir für unseren Erfolg brauchen? In der Musik können wir mal ein paar hundert Jahre zurückgehen, nämlich zu Mozart. Mozart wird als Genie dargestellt. Man sagt, Mozart habe die Gene dazu gehabt, dieses Genie zu sein. Wenn man sein Leben genauer betrachtet, dann stellt man fest, dass sein Vater Vizekapellmeister war und dass in seiner Karriere nicht mehr drin war. Er wollte gerne viel mehr sein, hat aber gewusst, dass das nicht so sein wird. Gleichzeitig war er auch ein wahnsinniger Pädagoge zum Thema Musik und hat deswegen eine Methode entwickelt, die man heute die Suzuki-Methode nennt. Nach dieser Suzuki-Methode hat er zuerst Nannerl, die Schwester von Mozart, unterrichtet und als Mozart drei Jahre alt war, hat er auch angefangen, Musik zu machen und wurde auch unterrichtet. Nannerl war da bereits sieben, sie hatte also schon vier Jahre Unterricht bekommen. Aufgrund der Tatsachen, dass erstens Mozart Nannerl sehr liebte, zweitens er von Anfang an in Musik gebadet war und drittens mit Liebe und einem gewissen Nachdruck immer zum Üben gebracht worden ist, ist Mozart so geworden, wie wir ihn heute kennen oder wie wir heute seine Musik kennen. Der Hauptgrund waren diese Methode, sein Umfeld und dieser eigene Ehrgeiz, einmal in erster Linie Nannerl zuliebe, später dann zu sich selbst. 
Das kann man aber auch noch einmal bei den Beatles anschauen, da gibt es nämlich das gleiche Phänomen, dass die Lösung für unsere Frage ist: Was brauchen wir tatsächlich, um erfolgreich zu sein? Als die Beatles 1960 nach Hamburg gekommen waren, war das ihr Glücksfall. Weniger, weil sie dort entdeckt worden sind, sondern es sind sehr viele Gruppen nach Hamburg gekommen. Der Einkäufer, der damals unterwegs war – er hieß sicherlich anders als „Einkäufer“, wie wir ihn heute nennen würden – ist nach London gegangen, hat dort einen Geschäftsmann aus Liverpool kennengelernt, der hat ihn mit nach Liverpool genommen und dieser Norman, so hieß dieser Einkäufer, hat die Beatles und viele andere Gruppen nach Hamburg gebracht. Die Beatles waren ehrgeizig. Sie hatten vorher ein Repertoire von genau einer Stunde, weil ihre Auftritte in Liverpool immer genau eine Stunde gedauert haben. In Hamburg mussten sie jetzt nächtelang durchspielen, also ihr Repertoire auf acht Stunden erweitern. Insgesamt haben die Beatles in der Zeit von 1960 bis 1964 9600 Stunden geübt und dafür war Hamburg gut. Da konnten sie üben, üben, üben, Nacht für Nacht, immer acht Stunden. Innerhalb von vier Jahren 9600 Stunden, das ergibt die sogenannte Zehntausend-Stunden-Regel. Also um wirklich erfolgreich zu sein, brauchen wir auch die Möglichkeit des Übens und nicht nur die Gene, das schauen wir uns an unserem dritten und letzten Beispiel an, nämlich an Taxifahrern, Londoner Taxifahrern: 
In London gibt es 20.000 Straßen, die meisten dieser Straßen enden an Schlössern, an Parks oder an Denkmälern. Ich war selbst erst vor kurzem in London. Tatsächlich, wenn der Bus um die Ecke fährt, schon wieder ein Denkmal. Um diese 20.000 Straßen beherrschen zu können, spricht der Londoner Taxifahrer ganz stolz vom „the Knowledge“ und dieses Knowledge ist verankert im Hippocampus unseres Gehirns und jetzt hat eine Neurologin und zwar Eleanor Maguire 1999 einmal den Hippocampus von Londoner Taxifahrer untersucht, um herauszufinden, ob besondere Gene verankert sind. Sie hat festgestellt, dass der Londoner Taxifahrer tatsächlich einen durchschnittlich sehr viel größeren Hippocampus hat, als der Londoner oder der Engländer oder auch der Europäer selbst. Dann waren natürlich sofort auch alle, die für das Talent sind, für die Gene. Die Fürsprecher für Gene haben sofort gesagt: Ist ja ganz klar, der hatte das Talent, er hatte die Gene. Das war vorher schon großzügig angelegt und deswegen ist er Taxifahrer geworden. So einfach hat sich das Maguire aber nicht gemacht und deswegen hat sie Taxifahrer untersucht, die am Anfang ihrer Karriere standen, vielleicht gerade mal drei Jahre im Geschäft waren. Sie hat außerdem Taxifahrer untersucht, die um die fünf bis sechs Jahre und solche, die mehr als zehn Jahre im Geschäft waren und tatsächlich hat sie festgestellt, dass durchschnittlich gesehen der Hippocampus oder die Hippocampi der Londoner Taxifahrer mit der zunehmenden Erfahrung wächst. Das hat die Wissenschaft zu dem Ergebnis gebracht, dass Gene nicht etwas sind, was von Anfang an festgelegt ist und woran man nichts ändern kann, sondern Gene sind etwas, was man entwickeln kann. Es gilt also heute noch die Regel oder der Lehrsatz, dass nicht deine Gene plus dein Umfeld für den Erfolg verantwortlich sind, sondern deine Gene mal dein Umfeld. Das heißt, was du daraus machst und je mehr du dran bleibst und je mehr du übst, desto erfolgreicher wirst du sein. 

Das Ergebnis für dieses Webinar heute: Um wirklich erfolgreich zu sein, brauche ich zwei Dinge: ein bisschen Glück, also eine Chance in der richtigen Situation, die richtige Entscheidung zu treffen oder eben in ein Auswahlsystem hineinzufallen, was für mich passt und ich muss üben und üben und üben. Wenn ich das tue, dann habe ich diese Chance, wirklich erfolgreich zu sein. 
Wenn wir das jetzt zusammenfassen, was war das Ergebnis dafür, dass wir wirklich erfolgreich werden? Wir haben alle Möglichkeiten. Wir müssen sie nur sehen und nutzen. Die richtigen Gene sind ein Märchen, also sich darauf zurückzuziehen wie „Dass konnten meine Eltern schon nicht, dass kann ich nicht“ oder „Dafür habe ich kein Talent", das ist nicht richtig. Wenn ich wirklich erfolgreich sein will, kann ich dafür etwas tun. 
Das zweite ist üben und üben und üben. 

Die Erfolgsaufgabe, die ich euch gerne weitergeben oder aufgeben möchte, ist die Frage: „Was ist Erfolg für Sie? Was ist in ihren Augen Erfolg?“ 
Wenn Sie diese Erfolgsaufgabe machen, dann haben wir eine Chance, in den nächsten 23 Webinaren immer wieder dieses Ergebnis heranzuziehen. Sie können sich daran messen und dabei herausfinden, was von dem, was wir lernen werden, in den nächsten 23 Webinaren, Sie anwenden können, um Ihr Ziel zu erreichen und um Ihr spezielles Erfolgssystem zu entwickeln. Wo läuft es schon ganz gut und woran müssen wir noch arbeiten? Wo können Sie die ein oder andere Technik umsetzen? 

Zum Abschluss vielleicht noch eine ganz kleine Geschichte: Ich habe diese Woche Besuch bekommen von einem Veranstalter aus Österreich und dieser Veranstalter hat mich gefragt, wieso ich denn bereit bin, in Österreich einen Vortrag zu halten, wo die Veranstaltung zwar sehr nett ist, aber das Honorar etwas gering, also praktisch fast nicht vorhanden ist. Er fragte ebenfalls, was mich dazu bewegt, trotz meiner Erfahrung und meines Namens dort aufzutreten und meine Antwort war: „Ich habe meine 10.000 Stunden noch nicht voll.“ Das heißt, dieses üben, üben, üben nutze ich bei jeder Gelegenheit und bei jeder Möglichkeit, um diese 10.000 Stunden voll zu bekommen. 
Das ist auch etwas, was ich Ihnen gerne mitgeben möchte mit unserem letzten Bild, denn unser letztes Bild handelt von der Hummel. Der ein oder andere kennt dieses Beispiel schon. Die Hummel hat ja eine Flügelfläche von 0,7 Quadratzentimetern, bei einem Gewicht von 1,2 Gramm und nach den bekannten aerodynamischen Gesetzen wäre die Hummel gar nicht in der Lage, zu fliegen, aber da der Hummel das noch niemand gesagt hat, fliegt sie munter drauf los. Genau das ist das, was ich Ihnen gerne mitgeben möchte. Lassen Sie sich nicht von Regeln oder Aussagen wie „Das können Sie nicht, das haben sie nicht, das werden sie nie lernen“ irritieren. Wenn sie etwas wirklich wollen, werden sie es erreichen. 

Damit sind wir sozusagen am Ende der 15 Minuten des offiziellen Teils. Wenn jetzt noch jemand mehr über dieses Thema wissen möchte und einfach mal für sich nachlesen möchte, was es denn da noch für Möglichkeiten gibt, da gibt es nämlich viele weitere Beispiele zu dem Bereich, die man in 15 Minuten gar nicht unterbringen kann: Quelle der Informationen, die ihr heute bekommen habt, ist einmal Malcolm Gladwell mit seinem Buch „Überflieger“, in dem die 10.000 Stunden-Regel sehr schön beschrieben wird. Die zweite Quelle zum Thema Talente, Gene ist das Buch von David Shenk „Das Genie in uns“, es enthält wunderbare Darstellungen auch aus dem Leben des Sports, zum Beispiel von Marathonläufern, die immer an der Spitze stehen. 

Das sind unsere Möglichkeiten, um festzustellen, dass wir nur in wenigen Bereichen wirklich eingeschränkt sind und dass wir ganz viele Chancen haben, das zu erreichen, was wir erreichen möchten. 

Vielen herzlichen Dank.